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HTWG

… also zuallererst einmal bin ich sprachlos! Und begeistert, entzückt, völlig außer mir, berauscht, überwältigt, fasziniert, einfach hin und weg: Was für eine geile Hochschule! Wäre ich keine Verfechterin des Positiven, würde ich mich jetzt fragen: Warum war ich nicht schon eher hier? Stattdessen bin ich mächtig dankbar, dass mir hier anderthalb oder auch zwei Jahre voller Überraschungen bevorstehen.

ersterTag

Das Bodensee Racing Team stellt sich vor. Hier der Film, der im Hintergund lief.

Schon die Einführungsveranstaltung war der Knüller. Man hatte für uns ein Programm in Form von Talkshowbeiträgen und Filmen organisiert und uns somit sehr gut einprägsam die Bereiche der Hochschule vorgestellt. Wie viel Mühe sie sich gegeben hatten, das kannten die meisten von uns nicht. Im Anschluss gab es eine Tischmesse, bei der alle hochschulinternen Organisationen vertreten waren, die man mit Fragen löchern konnte. Auch das Bürgerbüro zog an diesem Tag extra für uns neue Studis ins A-Gebäude, damit wir für die Ummeldung nicht Ewigkeiten im Wartezimmer verbringen mussten.

HTWGbag

Ein Geschenk mit ganz viel Platz für ganz viele Bücher!

Im Masterstudiengang Kommunikationsdesign sind wir gerade mal 11 Erstsemestler. Unsere Namen kannten wir daher schon am ersten Tag auswendig. :) Für den gesamten Studiengang gab es noch einmal eine extra Veranstaltung, bei denen Projekte vorgestellt und Wettbewerbe angekündigt wurden. Und – was ich richtig toll fand – zeigten uns alle Professoren per Fotoshow ihre Mitbringsel aus dem Urlaub, also interessante Schnappschüsse, die mehr oder weniger zum Thema Design passten. Illu-Prof Thilo Rothacker zum Beispiel zeigte eine afrikanische Raupe, die ein so lustig-menschliches Gesicht hatte, dass er vom Characterdesign der Natur ganz angetan war. Im Anschluss gingen wir Masterstudenten mit den Professoren im „Aurelio“ am Rhein essen (in unserem Studiengang duzt man beinahe jeden, dieses familiäre Verhältnis habe ich mir immer gewünscht) und plauderten bis nach Mitternacht.

bunterHerbs2t

Konstanz selbst trägt natürlich auch noch einiges zum Wohlfühlfaktor hier bei. Bunter Herbst am türkis-farbenen Rhein (der nicht mehr aufs Bild passte).

Die Hochschule legt großen Wert auf das sogenannte Studium Generale, also den Blick über den Tellerrand. Weg vom Fachidioten gilt der Anspruch, dass man einen Kurs belegt, der nichts mit den eigenen Lehrinhalten zu tun hat. „Leider“ ist das Angebot so gut, dass ich jetzt mehr generale als KD studiere. :D

Noch bevor das Semester losging, habe ich mir einen Plan mit allen Kursen, Workshops, Ringvorlesungen usw. aufgestellt und mich direkt beim Spanisch-Kurs angemeldet. Juhu juhu! Ich liebe die Aussprache und darauf wird von unserer Lehrerin Marinela de la Rosa auch viel Wert gelegt (hoffentlich fange ich nicht auch im Deutschen an zu lispeln). Nach 2 Einheiten kann ich immerhin schon sagen, warum ich Spanisch lernen möchte: Estudio español para hablar con los amigos en Madrid y Chiclana. Is‘ klar, ne?

Montags lasse ich mich von 17:30 bis 21 Uhr von zwei sehr interessanten Ringvorlesungen mit den Titeln „Nachhaltige Entwicklung“ und „Diese Wirtschaft tötet“ nachdenklich stimmen. Auf dem Programm steht auch die Ermittlung des eigenen ökologischen Fußabdrucks und für alle, die noch mehr Punkte sammeln wollen ein selbst gewähltes Veränderungsprojekt. Schade, dass ich schon Veggie bin. :D So werde ich mich wohl dem Vermeiden von Plastik zuwenden. Könnte sicher ähnlich spannend werden.

TheaterHTWG

Foto: Ilja Mess, Eventproduktion Theater der HTWG

Und wo bin ich noch hineingeraten? Ins Theater! Und wer ist Schuld? Unser Leiter Felix Strasser! Er konnte mich Theater-Ängstliche und 57 weitere Spieler mit seinem Charme und Enthusiasmus vollends überzeugen. Bei der ersten Probe haben wir ziemlich schnell gemerkt, dass er seine Aussage „Wer sich nicht anfassen lässt, kann gleich gehen.“ ernst gemeint hatte. Vom Hochheben über Nasenküsse mit intensivem Blickkontakt bis zur Arschbacken-Vereinigung legte man schnell seine Scheu ab und hatte einfach Spaß am Bewegen und Lautsein. Wer Theater spielt, braucht übrigens keinen Sportkurs mehr. Da man im Theater aber nicht nur Schauspieler benötigt, bin ich nun in die Band übergewechselt, mit der wir jeden Donnerstagabend im Keller proben. Ich muss ja zugeben, mit gerade mal anderthalb Jahren Schlagzeug-Erfahrung hätte ich mich nie in irgendeine Band getraut. Aber hier ist alles anders und schwups bin ich’s doch. Beim letzten Mal haben wir einen Song geprobt, bei dem ich Cajón spielen durfte … jetzt hätte ich auch gern ein eigenes! Ach ja, und wer in der Band spielt, braucht auch keinen Stressbewältigungskurs mehr, weil sich das mit Musik ganz von allein löst. ;)

ChuckNorris

Tja ja, ich werde meinen Master wohl nicht in Regelstudienzeit schaffen, wenn das so weitergeht. :D

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