Kommt vorbei und informiert euch! Vermeidet Pelz und tragt somit zur Senkung der Nachfrage bei – denn an jedem Pelz klebt Blut und unvorstellbares Leid.

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Der Winter naht und die Tage werden wieder kälter. Nun kommt die Zeit, in der man wieder die wärmenden Klamotten aus dem Schrank kramt oder bei Bedarf neue hinzu kauft.
Leider gibt es aber noch immer Menschen, die bewusst zu Pelz greifen oder nicht darauf acht
en, aus welchen Materialien die Produkte bestehen.

Die Pelzzuchttiere verbringen ihr ganzes Leben in engen und dreckigen Drahtkäfigen. Aufgrund der ‚spärlichen’ Haltungsbedingungen (sehr geringe Flächen, kein Beschäftigungsmaterial) entwickeln viele der Tiere Verhaltensstörungen, verletzen sich an den Käfiggittern oder knabbern sich oder ihre Artgenossen im Nachbarkäfig an. Nach Ablauf ihres qualvollen Lebens werden sie mit einer Eisenstange erschlagen, mit Elektroschocks getötet oder gar lebendig gehäutet.

Aus gutem Grund entscheiden sich viele Menschen gegen Echtpelz.

Doch ist auch Vorsicht bei Kunstpelz geboten! Die Deklarierung dieser entspricht nicht immer der Wahrheit – bspw. aufgrund bewusst falscher Etikettierung im Herkunftsland. Selbst Hunde- und Katzenfelle gelangen daher jährlich als „Kunstpelz“ oder „Fake Fur“ in den Handel. Eine Kennzeichnungspflicht von Echtpelzprodukten gibt es in Deutschland nicht. Eine Irreführung von Verbrauchern hat dementsprechend auch keine rechtlichen Konsequenzen.

Ein Verbot der Pelztierhaltung ist nicht in Aussicht. Vielen Ketten haben sich aber erfreulicherweise dazu entschlossen, Pelzartikel aus ihrem Sortiment zu nehmen. Breuninger ist jedoch eines der Kaufhäuser, die leider noch immer Modestücke mit Pelz verkaufen.

Mit unserer Kundgebung möchten wir die Erfurter BürgerInnen und BesucherInnen über die Bedingungen der Pelztierhaltung aufklären und Tipps geben, wie sie Echt- und Kunstpelz voneinander unterscheiden können. Wir demonstrieren freundlich, aber bestimmt gegen den Handel von Pelzwaren – und hoffen, dass auch Breuninger sich der positiven und progressiven Entscheidung anderer Modeketten, Pelz aus dem Sortiment zu verbannen, anschließt.

Text: Stephan Reichle

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