Bevor es losgeht, muss ich erstmal noch mein Frühstück zeigen:

Shreddys

Shreddys XXL

Heute klappte es endlich mit unserem gemeinsamen Ausflug. Leonies Zahnwehchen waren schon ein bisschen besser geworden. Bevor wir starteten, holte mich Jenny zum Einkaufen in Argos ab. Ich stellte mir ein Elektronikfachgeschäft oder einen riesigen Supermarkt vor. Was es aber tatsächlich war, hatte ich so noch nie gesehen. Der Raum für die Kunden erinnerte eher an einen Apple-Store. Geübt tippte Jenny das Produkt, nach dem sie suchte, auf einem Monitor ein, bezahlte an einem Kartenautomaten und wurde wenig später zur Abholung gerufen. Man hatte ihr die soeben bestellten Vakuum-Beutel aus dem Lager gesucht. Ich musste mit meinem erstaunten Gesichtsausdruck wie ein Hinterwäldler wirken.

JLargos

Leonie ganz unauffällig.

Im Anschluss ging es noch zu Sainsbury’s in die Kindermode-Abteilung. Die Outfits waren beinahe so süß wie Katzen, sodass es sogar mich fast übermannt hätte. Aber nein nein, schön abwarten und englischen Tee trinken.

Leonie ist in England übrigens ein sehr seltener Name. Man spricht ihn auch völlig anders aus, nämlich „Liejounie“ mit der Betonung auf „jou“.

Lshoes

Schon fast eine kleine Dame.

Im Anschluss fuhren wir zu Jennys Wohnung, in der schon ihr Mann Eddie wartete bzw. zockte. Da er beim Militär arbeitet, wohnen beide in einem ihnen gestellten Reihenhaus auf dem Militärgelände. Nicht sehr geräumig, aber günstig. Jenny sagte zu mir: „Ja wenn er nicht gerade arbeitet, spielt er Egoshooter.“ Wie passend. :)

Wir Mädels setzten uns mit einem Glas Orangensaft in den Hinterhof und spielten mit Leonie im Sandkasten. Jenny erzählte mir von ihrer Familie, die zur Hälfte in Deutschland lebte, weil ihre Mutter ursprünglich aus Deutschland kam. Da ihr Bruder zurück nach Köln gegangen ist, um dort Englisch zu unterrichten, fliegt auch Jenny ab und zu nach Deutschland. Eddies Familie stammt aus der Karibik. Ein lustig bunter Mix.

Nachdem Leonie eingenickt war, setzten wir sie in den Kinderwagen und zogen los zu den nahegelegenen Fridaywoods. Übrigens auch nah am Haus meiner Gastfamilie. Fast wie in Weimar die Schniedel… äh Bodelschwinghstraße.

Fridaywoods

Das Tor zu den Fridaywoods.

Ich hatte mir das Gebiet immer wie einen einfachen großen Wald vorgestellt. Aber es gab einiges zu entdecken. Vor allem ganz viel Idylle.

JLtree

Da staunt die Kleine nicht schlecht. Und wir ebenso.

Jlake

Ein klarer Fluss mitten im Wald.

JLphoto

Generation Kamera-Foto-statt-Smartphone-Foto.

Leider mussten wir uns am späten Nachmittag schon verabschieden, da ich noch ein paar wichtige Dinge mit meinen Ellies zu beskypen hatte, bevor sie zwei Tage später in Colchester ankommen würden. Und die letzten Dinge zusammenpacken. Und was man eben so macht, kurz vor der Angst.

Aber am nächsten Tag gab es durch Zufall ein letztes Wiedersehen, während ich meine Arbeiten und Noten aus dem Institute abholte. Dort warteten auch Jenny, Laura und Johanne und wir beschlossen, diesen letzten Tag mit einem Stadtbummel und einem Mittagessen in Sloppy Joe’s zu feiern (dem Restaurant mit dem schrecklichen Schaufenster).

Bye bye lovely Jenny with cutie Leonie!

I Hope I will see you soon in Germany!

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