(Möglicherweise sind einige Sätze komisch formuliert, da dieser Beitrag auf der ursprünglich englischen Version beruht, die ich für den Uni-Blog für die Lecture Class verfasst habe. Keine Lust, das ganze in eher typisch deutsche Wortwahl umzuwandeln. ^^)

Als wir heute zur Pick me up-Ausstellung in London gefahren sind, war ich jede einzelne Sekunde beeindruckt. Die bunten, facettenreichen Illustrationen hingen nicht nur gerade an tristen weißen Wänden. Sie waren in verschiedenen kleinen Räumen arrangiert, die ganz eigene Geschichten erzählten und deren Stil und Inhalte hervorhoben.

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Designte Inneneinrichtung, die unseren Appetit geweckt hat.

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Den White Cube kannste dir woanders anschauen, aber nicht hier.

Im Buchaden hat vor allem ein Buch meine Aufmerksamkeit aufgrund der vielen unterschiedlichen Zeichenstile geweckt, die von einem einzigen Illustrator kreiert wurden. Ich mag die Idee, Skizzen als vollwertige Bilder in Bilderbüchern zu verwenden.

stp

Shaun Tan bei einem Workshop für Studenten im Mai 2001. Foto: Stefan Tell

Ich konnte nichts dagegen tun. Ich musste “Tales from outer Suburbia“ kaufen. Neben den Illustrationen hat Shaun Tan auch die Geschichten selbst verfasst.

Den zweiten großartigen Illustrator entdeckte ich in einem Buchladen speziell für Graphic Novels, Comics, Cartoons, Mangas und so weiter. Es fühlte sich gut an, zwischen den hohen Regalen zu stehen, voll mit Illustrationen aus der ganzen Welt. Was ich aber jedes mal feststelle: ein Cover verspricht oft mehr, als der Inhalt halten kann. Meist sind sie farbenprächtig und super gezeichnet, die Geschichten allerdings erscheinen sehr simpel in schwarz-weiß.

Als ich aber die Graphic Novel von Brecht Evens aufschlug, war ich ziemlich beeindruckt. Alle Bilder waren in leuchtenden Wasserfarben gemalt, anders als alle Aquarelle, die ich bisher gesehen hatte. Ohne Outlines oder den verwaschenen Look, den Aquarell-Maler oft anwenden. Und auch keine typischen Bilderboxen oder Sprechblasen, wie man sie normalerweise in Graphic Novels vorfindet.

bep

Brecht Evens beim Signieren eines Buches auf der Comic-Con im Juli 2012 – auf ganz spezielle Weise.

The Wrong Place (2010) and The Making Of (2012) are gorgeous slices of life that convey the power, drama, and luminosity of life without tights or capes. Or outlines or word balloons, for that matter. Brecht’s storytelling ranges from stream-of-consciousness to dreamy and his panels swing from hyper detailed to quite sparing. But his gorgeous, voyeuristic pages always have a natural pace, truthful tone, and resonating message about the art of being human. (Source)

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