Jaaa! Wir haben’s gewagt – und es war großartig!

Ursprünglich hatten wir geplant, uns zu viert ins Abenteuer zu stürzen, doch dann sagte Alex kurz vorher ab. Genau in der Woche, in der ihn seine Freundin aus Italien hier besuchte, wurde er krank mit allem drum und dran. Kopfschmerzen übelster Sorte. Na gut, da würde ich auch nicht unbedingt den ganzen Abend beschallt werden wollen. Also waren wir nur noch zu zweit. Paula und ich. Bevor’s losging, glühten wir bei ihr noch ein wenig vor. Als sie am Abend zuvor nach Hause gekommen war, hatte sie Bekanntschaft mit vier Füchsen gemacht, die gerade dabei waren, Leckereien aus dem Müllcontainerbereich zu verspeisen. Füchse! So dicht am Stadtzentrum. Die möchte ich auch mal kennenlernen! Und das Geheimnis um „What does the fox say“ ist jetzt auch gelüftet: er quietscht in hohen Tönen, während er es sich schmecken lässt.

Gegen 23 Uhr machten wir uns auf den Weg – der Pub schon rappelvoll, wie üblich, und quetschten uns durch die Menschenmenge nach hinten, um zum Soundhouse zu gelangen. Am Wochenende laufen immer zwei Events parallel: im Bull gibt’s Livemusik von verschiedenen Bands, das Soundhouse wird öfter als Disco genutzt. Zwischendrin befindet sich ein Biergarten mit Holzbänken und Heizstrahlern.

Im Soundhouse angekommen war es erstaunlich laut für eine Silent Disco. Allerdings hörte man statt der Musik alle Leute laut mitsingen. Für 1,50 £ bekamen wir die Kopfhörer ausgehändigt. Paulas in Metallic-Rot, meine in Metallic-Blau und ab auf die Tanzfläche, um zu hören, was die anderen da hörten. Am Mischpult standen zwei DJs. Man konnte also zwischen zwei Kanälen switchen, die so verschieden waren, dass es einfach superlustig aussah, wenn die einen zum Beispiel zu 70ern, die anderen zu Drum’n’Bass tanzten. Und sangen! Man konnte auch die Lautstärke individuell einstellen. Keine Ausreden für zu laute, schädliche Musik also mehr. Und das Beste: man konnte sich unterhalten ohne zu brüllen – was gleichzeitig bedeutete, dass man auch alle Texthänger und zu zeitige Refraineinsätze voller Power, die sich sonst so gut in der noch lauteren Musik verstecken ließen, hier ziemlich genau heraushörte. Unterhaltung vom feinsten auch für alle Zuschauer. XD

silentdiscodarkness

„You’ve got the love“ wird mich ewig an die Zeit in Colchester erinnern. <3

 

 

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