Rrrr-rrr-rrr, 4:20, na toll. Warum muss ich mir auch immer so frühe Flugzeiten aussuchen? Letzte Woche noch im Abgabestress gewesen und nun bereits auf dem Weg zum Flughafen. Keine Zeit zum Durchatmen, aber zum Glück auch keine Zeit, sich ewig verrückt zu machen.

Herzmond

Auf dem Weg nach Berlin: da lugt doch ein Herzmond hervor, passend zu unserem Jahrestag.

Das Koffergewicht war mit 19,5 kg hart an der Grenze und zum ersten Mal gehörte ich zu den Leuten, die ihren Laptop vom Handgepäck trennen sollten … alle anderen legten noch ihr Smartphone dazu …

Rotterdam

Kurz nach Rotterdam über die Nordsee hin zur grünen Insel.

In London Stansted angekommen verlief alles super easy. Keine extra Zettel auszufüllen, nur kurz den Pass zeigen, Koffer schnappen und die Bus Station suchen. Okay, das war ein bisschen komplizierter, aber der Mann mit der neongelben Weste gab mir eine überaus nette Auskunft. Very British. :) Zum Ticketkauf musste ich zwar noch einmal zurück zum Airport, aber dafür lernte ich im Bus nach Colchester (der Busfahrer sagte die Haltestellen durch ein Mikrofon an!) eine deutsche Studentin kennen. Ist das zu fassen?

Ausblick

Bestes Wetter im hoffentlich-nur-Klischee-verregneten-England.
Der Blick aus meinem Zimmer.

Seagull

Beim ersten Rundgang durch die Stadt mit meinem Gast-Vater und der größeren Tochter hörte ich plötzlich ein Geräusch, das mich an sofort Strandurlaub erinnerte: Möwen! Na klar, die Küste ist gar nicht weit weg.

Bevor es nach Hause ging, wollte Elena unbedingt noch beim Spielplatz vorbeischauen. Gesagt, getan und schon saß ich mit ihr auf der Wippe, übergab mich fast, während sie die Kletterspinne drehte und hörte ein „faster, faster“, als ich sie auf der Schaukel anschubste. :)

Die kleine Victoria ist auch richtig niedlich. Sie hat mich zum Blokus-Spielen überredet. Sobald kein Stein mehr auf das Feld passte, drehte sie das Spielbrett um. Gefühlte 20 Mal. Diese meditative Beschäftigung wurde wunderbar von ihrem Vor-sich-hin-Brabbel-Mantra begleitet. :)

Man sagt ja, dass der Traum der ersten Nacht im neuen Bett in Erfüllung geht. Ich denke, ich muss mir keine Sorgen machen, da ich vor Aufregung etwa alle zwanzig Minuten aufgewacht bin. Dennoch war ich sehr erholt. Lag bestimmt am Bett: ein HEMNES von Ikea! An dieser Stelle liebe Grüße an Tante Sabine! ;)

Heute habe ich mich dann allein auf den Weg zum Campus gemacht (40 min zu Fuß), um meinen Tutor Barry Hurd zu treffen. Er führte mich herum, zeigte mir die Werkstätten und stellte mich einigen Leuten vor. Er fragte auch, ob ich jemals in London gewesen sei und war erstaunt, als ich ihm sagte, dass ich noch nicht mal in England war. :D

linksverkehr

Wirklich eigenartig, beim Bus auf der anderen Seite einzusteigen. Ich muss echt aufpassen, dass ich an der richtigen Haltestelle stehe, wenn ich zum Insitute fahren will.

High-Street

Die bekannte Straße des Stadtzentrums von Colchester, genannt High Street, wie wohl in jeder englischen Stadt üblich.

Bevor ich mich auf den Heimweg machte, schaute ich noch bei der Tourist Info vorbei, um ein paar Veranstaltungsflyer und einen Stadtplan einzuheimsen. Anschließend wollte ich noch schnell einen kurzen Blick hinters Schloss werfen, doch es gab immer mehr zu sehen. Noch einen Schritt und noch einen. Ach einer geht noch. Und dann war es um mich geschehen: ich entdeckte eine ganze Bande hopsender Eichhörnchen. Viel größer und zutraulicher, und komischerweise nicht rothaarig. Als ich mich hinunterhockte, um ein weiteres Foto zu schießen, kamen sie sogar bis zu meinen Schuhen und überprüften, ob ich nicht die ein oder andere Nuss in meinen Händen versteckt hätte. Aber ich hatte keine. :( Das werde ich beim nächsten Mal wiedergutmachen. Dann löse ich mit einer ausgeschütteten Nussmischung eine ganze Eichhörnchen-Invasion aus.

squirrel

Eichhörnchen oder Erdmännchen, das ist hier die Frage.

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