Ich weiß nicht so recht, was ich vom diesjährigen Bleigießen halten soll. Mit viel Fantasie haben sich drei erkennbare Objekte ergeben: ein Baby, eine Hausstaubmilbe und ein … Katzenhaar. Nur zu ersterem gab es eine abgedruckte Zukunftsvision: „Die Familie wird größer“. Na, das ist zum Glück nicht zu eingeschränkt beschrieben. Außerdem müssten wir uns ganz schön ranhalten und gerade in diesem Jahr ist die Zeit dafür besonders knapp bemessen. Also nicht, dass ich abgeneigt wäre, … nech? :D

Was die anderen beiden Dinge betrifft, geht es wohl weiter wie bisher – Hatschi!

Hausstaubmilbe

Hausstaubmilbe in ca. 200-facher Vergrößerung

Trotz des Vorsatzes, sich für dieses Jahr nichts vorzunehmen, waren die Vorsätze zumindest teilweise ja irgendwie schon vorhanden.

1. Hier und da ein wenig abspecken

In der Tat! Man kann ja doch nicht leugnen, dass man sich in trauter Zweisamkeit ein wenig gehen lässt. Kochen macht endlich wieder Spaß! Vor allem ohne gewisse Mitbewohner, bei deren Betreten der Küche mir kontinuierlich der Appetit verging. Bei all der Freude vergisst man schnell das Ausmaß allen Glücks. Ich hab’s gesehen, mit eigenen Augen. Mein Spiegel lügt nicht!

2. Viele viele Bücher lesen

Jedes Jahr setze ich mir eine bestimmte Zielanzahl an Büchern, die ich bis zum Ende gelesen haben möchte. Mit 51 Stück lag ich 2013 bisher am höchsten, obwohl ich im ersten Halbjahr kaum dazu gekommen bin. 2014 würde ich mein Ziel gern ähnlich hoch stecken, aber da zwei große Ereignisse das Jahr bestimmen, muss ich auf vorsichtige 30 Exemplare runterschrauben. Darunter natürlich möglichst viele Bücher vom ungelesenen Stapel. Und endlich auch mal mindestens ein englisches Buch, das ich nicht mittendrin abbreche, weil ich für die Sätze ungefähr dreimal so lange brauche, wie im Deutschen, während mich andere Bücher aus dem Regal schon schelmisch angrinsen.

3. Colchester überleben

Oh ja! Ich muss ja zugeben, mein Englisch ist trotz 4 freiwilligen Uni-Sprachkursen bis C1 nicht das beste (oder sie haben mich einfach zu schnell hochgestuft). Und das war letztendlich auch der eigentliche Grund, mich um ein Auslandssemester zu bewerben. Ich glaube, ich muss einfach ins kalte Wasser geschmissen werden und sämtliche mögliche Peinlichkeiten über mich ergehen lassen, um die Sprache ganz in mich aufzusaugen. Ich werde bei einer Familie mit zwei Kindern wohnen, 3 und 7 Jahre alt – und Kinder sind ja immer so ehrlich. Das wird ein Spaß!

4. Die Big Family wiedersehen

Das ist vielleicht eher als Vorfreude, als als Vorsatz zu sehen, denn im Prinzip ist schon alles gebucht (12 Doppelzimmer auf neutralem Boden, in diesem Ort wohnt nämlich keiner von uns allen). Seit dem vorletzten Jahr haben meine Tanten beschlossen, alle zwei Jahre ein großes Familientreffen zu organisieren. Da sie ein wenig über Deutschland verstreut wohnen, sieht man sich wirklich viel zu selten. Wann habe ich meine Cousine das letzte Mal gesehen? Zur Jugendweihe? Also 2003? Bei einigen anderen ist es noch länger her. An diese Zeit erinnern mich nur noch Fotos. Mittlerweile gibt es auch schon wieder Zuwachs, es wird also höchste Zeit!

5. Bachelor of Fine Arts werden

Uuuuh! Na endlich! Aber trotzdem: *bibber*. Mitte des Jahres die Anmeldung, im Spätsommer beginnt die Bearbeitungszeit. Abgabe wird Mitte Dezember sein, Präsentation Ende Januar 2015. Und vorher noch ein Thema finden. Darüber wollte ich mir aber bewusst noch keine Gedanken machen, da ich mich am liebsten mit brandneuen Ideen beschäftige, anstatt in alten Schubladen zu wühlen, und über die Englandzeit werden mir sicher auch noch neue Inspirationen und Sichtweisen über den Weg laufen.

 
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