Samstag, 16. November – Kreativmesse Handgemacht

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Am Wochenende zeitig aufstehen – nicht schön, aber sinnvoll … dachte ich. 10:30, eine halbe Stunde nach Eröffnung betraten wir die Messehalle in Erfurt in der Hoffnung, noch genügend Platz zum Stehen und Gehen zu haben. Weit gefehlt. Bereits an der Überzahl der weiblichen Insassen in der Straßenbahn konnte man deren Zielort erkennen. Für alle Männer, die tapfer ihre Frauen begleiteten, gab es Vergünstigungen im Eintrittspreis und einen sogenannten „Männerparkplatz“, ausgestattet mit bequemen Sitzmöbeln für die lange Wartezeit.

maennerparkplatzDie Halle war reich gefüllt mit verschiedensten Ständen, an denen liebevoll handgefertigte Einzelstücke darauf warteten, den Besitzer zu wechseln. Ob gehäkelt, geflockt, geklebt, geklickt, genäht, gemalt, gedruckt, gehämmert, gezeichnet – von allem gab es etwas zu bestaunen. Am meisten Gedrängel bildete sich übrigens beim Verkauf von Meterware Stoff. (Verständlich!) Anscheinend war der Großteil der Besucher also selbst kreativ tätig.

Fast zentral trafen wir auf Maria und ihre Mutti, die ihre Werke zeigten und natürlich auch verkauften. Dort ging es ab, wie Schmidts Katze, sodass wir kaum zum Quasseln kamen. :) Noch mehr zu sehen gibt’s im DaWanda-Shop Pillis-Arttick.

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Dienstag, 19. November – Auftakt der Festwoche

Vergangene Woche feierte unsere Fakultät ihr 20-jähriges Bestehen. Zu den Programmpunkten zählten neben Symposiums-Vorträgen, Fachgesprächen und Ausstellungen auch Bauhaus-Spaziergänge, Lichtshows, Musik-Performances und allerhand Workshops. Ganz back to the roots stand Steinhauen, Goldschmieden, Holzbildhauern, Textilfärben und Korbflechten auf dem Plan.

Zum Auftakt der Festwoche wurde gekocht, gefeiert und getanzt. Headliner des Abends war unsere Professoren-Band „Liz and the boys“ bestehend aus Jay Rutherford und Hermann Stamm (Visuelle Kommunikation), Liz Bachhuber (Freie Kunst) und Welf Oertel (Produktdesign), die ordentlich für Stimmung sorgten.

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Freitag & Samstag, 22. & 23. November – Illumat Workshop und Zeichenaktion

Am Freitag durfte ich am Illumat-Workshop teilnehmen, jey! 2007 an der Uni gegründet, war der Illustrationsautomat schon 80 mal lokal, national und auch international unterwegs. Das Prinzip ist einfach, aber genial: Passanten werfen einen Wunsch und eine Münze ein und erhalten wenige Minuten später ihre ganz persönliche Illustration. Für uns Zeichner geht es also vor allem um Schnelligkeit: Wunsch lesen – Idee finden – schnell illustrieren – ausgeben *ding ding*.

Um diese Fertigkeiten zu üben, trafen wir uns am ersten Tag in großer Runde, um uns einigen Herausforderungen zu stellen. Uns selbst in speziellen Situationen zeichnen, den bekannten Zeichen-Part aus dem Spiel Tabu (oder auch Activity) meistern, Begriffe innerhalb von 30 Sekunden visualisieren, gemeinsam einen Wunsch umsetzen und und und.

Am Samstag durften wir dann zum ersten Mal selbst Teil des Illumats sein. Ich gebe zu: meine Aufregung hielt sich nicht in Grenzen. Irgendwie war es ja doch eine verantwortungsvolle Aufgabe. Da wir so viele Workshop-Teilnehmer waren, konnte jeder nur eine Stunde Platz im Mini-Illumat finden – und die verging wie im Flug. Dicht gedrängt saßen wir nebeneinander, ein Wunsch nach dem anderen flatterte ein, wurde von uns umgesetzt, im supergenialen Mini-Scanner für die Ewigkeit konserviert und mit einer schallenden Hotelklingel wieder ausgegeben.

Unsere besten Kunden waren zwei Kinder, die gleich mehrere Wünsche einwarfen und bald auf die Idee kamen, um den Illumaten herumzugehen und das Geheimnis der Zeichenmechanik zu lüften. Guckuck! :D

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