Nachdem ich mich mit einer Freundin zum Eisessen getroffen und über allerlei Dinge – unter anderem auch die Wachstumsfreudigkeit von Avocados – unterhalten hatte, nahm ich mir vor: die Avocado-Kern-sammel-und-vertrocknen-lass-Zeit ist hiermit Geschichte. Bisher hatte ich mich nämlich nicht von den frischen Kernen trennen können, die allerdings nach einigen Wochen ihren Glanz und ihre Glätte verloren und unförmig verschrumpelten … also doch im Bio-Müll landeten.

Gleich an diesem Tag, am 8. August, spießte ich den Kern mit drei gekürzten Schaschlikspießen auf und stellte ihn zur Hälfte ins Wasser. Natürlich passierte … nichts. Hätte ich mir ja denken können bei meinem gräulich braunen Daumen. Schon in der WG in Halle waren mir in kürzester Zeit alle Kräuter und Röschen eingegangen. Lag vielleicht am Nordfenster. Hier in Weimar haben wir wenigstens Halb-Westen.

Aber: neue Avocado, neues Glück. Und es glückte diesmal tatsächlich!

Kern

Nach einiger Zeit teilte sich der Kern, sodass eine Hälfte mit Keim übrig blieb.

Wurzel

Der Wurzel konnte man beinahe beim Wachsen zusehen. Wie ein Oktopus schlängelt sie sich durch das Glas.

Hoehe

Unser Pflänzchen ist nun schon einen halben Meter groß. Da es immer noch lebt, bin ich der festen Überzeugung: eine Avocado stellt keine hohen Ansprüche. Doch bald wird die Wurzel das Glas sprengen. Und kann sie überhaupt auf Dauer ohne Erde leben? Wer Erfahrungen gemacht hat, bitte melden.

Blatt

Die ersten drei Blätter sind schon da. Bis sie aber Früchte trägt, muss sie wahrscheinlich die Größe eines Baumes haben … wir brauchen einen Garten!

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