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Angriff auf das Weiße Haus

WHD_PlakatNachdem wir in Berlin zufällig die Premiere von Roland Emmerichs White House Down miterlebt hatten, lud mich Martin wenige Tage später spontan ins Kino ein. Normalerweise ist Action das letzte Genre, für das ich Geld ausgeben würde, aber ich dachte mir, warum nicht, jetzt kennst du schon die Schauspieler vom roten Teppich, da wäre es interessant, sie auch spielen zu sehen.

Und das war der Schlüssel zu einem erweiterten Interessengebiet.

Obwohl ich bei Filmen gern mal einschlafe (natürlich seltener im Kino), war ich die ganze Zeit hellwach – ein Dilemma jagte das nächste – konnte von Anfang an die Handlung nachvollziehen und saß anschließend noch eine ganze Weile mit Martin diskutierend in den Sesseln, während wir auf den Abspann starrten.

Zufällig trafen wir Oli und Olesia im Saal. Auch er hatte sie kurzerhand eingeladen und sie freute sich genauso wie ich auf Channing Tatum. ;)

WHD-Filmstill

Lost in real space

Gravity_PlakatKurze Zeit später das zweite Experiment: Gravity, ein Kammerspiel im Weltall mit Horrorszenario. Was tun, wenn dich keiner schreien hört? Wenn du abgeschnitten von der Welt im All schwebst und allein auf dein Wissen, vor allem aber jede Menge Glück angewiesen bist. In dieser Situation die Fassung zu bewahren und niemals aufzugeben, scheint beinahe unmöglich.

Während des Films litt ich des Öfteren unter Atemnot. Wer ihn gesehen hat, weiß sicher, wovon ich spreche.

Um die komplexen Bilder realisieren zu können, wurden alte Industrieroboter umfunktioniert und mit Kameras ausgestattet. Aufgrund des Kammerspiels und der geringen Schauspielerzahl könnte man meinen, es handele sich um einen Low Budget Film. Tatsächlich betrugen die Produktionskosten aber 105 Millionen US-Dollar.

Gravity_Filmstill

Wenn jeder zum Gefangenen wird

Prisoners_PlakatIn der Trailerwerbung von White House Down hatten wir Prisoners entdeckt und waren sofort sicher: den müssen wir sehen! Neben Action hatte ich auch noch nie einen Horror-Thriller im Kino gesehen. Was habe ich eigentlich die ganze Zeit geguckt?! Bisher war meine Auffassung von Kinofilmen wahrscheinlich immer, unterhalten zu werden. Nach diesen drei neuesten Filmen habe ich aber festgestellt, dass Unterhaltungsfilme diejenigen sind, die meiner Meinung nach die Kinoatmosphäre am wenigsten brauchen. Action, Katastrophen, Horror und Thriller hingegen wirken im Kino so viel realistischer und authentischer. Man sitzt nicht einfach nur auf der Couch, schaltet bei Werbung um oder geht in einen anderen Raum. Die Kinoleinwand kann dich vielmehr packen und in dieser anderen Welt festhalten.

Obwohl die beiden erstgenannten Filme genial waren, konnte Prisoners noch einmal alles toppen. Die Handlung ist tief verstrickt, wie ein großes Spinnennetz, oder passender – ein unendliches Labyrinth. Es ist ein Film, den man huntertmal sehen kann und immer wieder Dinge findet, die einem vorher nicht aufgefallen waren. Trotz Überlänge hoffte ich, dass er nicht zu schnell zu Ende gehen würde. Andererseits habe ich auf die Lösung des Rätsels gebrannt und wollte endlich wissen, wie alles zusammenhängt. Ein Film, der den Zuschauer mit Vorurteilen und der Frage nach Gerechtigkeit konfrontiert.

Besonders über eine Person musste ich auch Tage später noch nachdenken – eine Person, die einem nach allen Aufklärungen einfach unglaublich leid tut.

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