Jetzt weiß ich also, wie es sich anfühlt, das 7. Semester zu beginnen und immer noch keinen Bachelor in der Tasche zu haben: nicht anders als sonst. Zum Glück ist man damit in der Fakultät Gestaltung immer noch Mitläufer anstatt Nachzügler. Trotzdem lasse ich zugegeben jedes mal am Tag der Wahlergebnisse meinen Blick mit ein wenig Schadenfreude über die aus der Reihe fallenden 11ten und 13ten Semester im Bachelor streifen. Nicht gut für’s Karma, pfui. Und das, obwohl ich mir sicher bin, dass dort bei mir auch in einem Jahr eine überzogene 9 stehen wird, weil ich noch ein Auslandssemester dazwischen schiebe.

Nichtsdestotrotz hat mich bisher jedes Projekt und jeder Fachkurs weitergebracht und meinem Portfolio ein bisschen aufgewertet. Nicht ohne Grund studieren hier viele Kommilitonen gern auch länger.

Herbstwald

Entspannungsspaziergang nach der ersten Uni-Woche.

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal ein ASA-Projekt (Agentur/Studio/Atelier) beantragt, also ein freies Projekt, bei dem ich selbst das Thema festlege und in wöchentlichen Konsultationen mit dem betreuenden Professor über die Ideen, Wege und Fortschritte zum Konzept spreche. Das erinnert mich ein wenig an die letzte Zeit der Ausbildung, als jeder seine eigene Abschlussaufgabe bearbeitete. Damals hatte ich in der WG allerdings noch keinen ablenkenden Internetanschluss …

Mein Fachkurs heißt nun „Die Sammlung“, da ich freundlicherweise im letzten Moment aus dem Web-Kurs der Medien-Fakultät verbannt wurde. Fakultätszugehörigkeit geht leider vor Engagement. Dafür hat’s mit dem Seminar „Kunst der 60er Jahre“ geklappt. Die Referatsthemen klingen alle sehr interessant. Keine Einschlafgefahr also.

runde-Sammlung

Erste Aufgabe im Fachkurs: in 3 Stunden durch die Stadt streifen und fotografisch eine Sammlung festhalten.

Am Mittwoch fanden dann auch wieder die berüchtigten Sporteinschreibungen in der Falkenburg statt, bei der man jedes Jahr mehrere Klappstühle und Thermoskannen zu Gesicht kriegt, weil manche Plätze ähnlich heiß begehrt sind wie auf einem Konzert. Wir ließen uns Zeit, standen dann aber trotzdem zwei volle Stunden, weil sie es wie jedes Jahr einfach nicht hinbekommen … ach lassen wir das lieber. Mein armes Karma ist schon genug strapaziert. Am Ende konnten wir ja doch noch beide Plätze im Standard-Tanzkurs ergattern. Jui!

Ab nächster Woche habe ich auch wieder einen Job. Ich werde im Zentrum für Universitätsentwicklung der Bauhaus-Universität im Bereich Layout/Design/Illustration arbeiten und bin schon sehr gespannt, wie sich das Wissenschaftsmanagement aufbaut und welche Themen ich bearbeiten darf.

Ansonsten habe ich diese Woche ein Buch gelesen, einen Kino-Film gesehen (über den ich unbedingt noch berichten muss!), mir seit Ewigkeiten aus Zeitmangel mal wieder Fritz-Mitte-Pommes „gegönnt“, eine Geburtstagsfeier besucht, immer noch nicht meine Seminar-Note von vor 3 Semestern erhalten und … einen Zahnarzttermin wahrgenommen. Zum Glück nur etwa 1 Minute und 23 Sekunden, dann durfte ich wieder gehen. „Dann bis in einem halben Jahr, Frau Zech.“, und weg war ich.

Ilm102013

Beim Spaziergang auch an die hungrigen Bäuche der Entchen gedacht: auf dem Menü standen zwei Doppelbrötchen und eine halbe Brotscheibe.

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