Freitag, 27. September

Freitag Morgen konnte uns der Wecker wie immer nichts anhaben, dafür aber jemand anderes – die liebe Sonne nämlich. Vorm französischen Balkon strahlte es in den buntesten Farben, also Schluss mit dem Sich-von-innen-betrachten.

Ausblick2013Herbst

Immer wieder anders und das wahrscheinlich häufigste Motiv in meinem Weimar-Ordner: der Ausblick aus meinem Zimmer.

Wir packten unsere sieben Sachen, darunter auch Lommy, um nach Bad Frankenhausen zu fahren. Vorher aber gab es noch eine äußerst leckere Stärkung.

Veggiehack

Veganes Hack-Bouletten-was-auch-immer-Dingsi in Bratensoße mit Kroketten und buntem Gemüse

Das Wetter war perfekt, genauso wie die Musik von Martins MP3-Player. Wir fuhren über weite Landstraßen, kleine Dörfchen, vorbei an der großen Weide. Es war einfach so … hach! Scheen!

Kaum angekommen, verließen wir auch schon wieder das Haus für einen Spaziergang durch die Stadt.

Herbstlaub

Auf dem Minigolfplatz nahe des alten Schwimmbades.

Von der Sonne sollte man sich dennoch nicht täuschen lassen. Ohne Jacke wäre es ganz schön ungemütlich gewesen und wir hätten sicher keine Lust auf ein Eis („auf die Hand“) verspürt.

Rostlook

Jetzt habe ich zum ersten Mal ein Auto im Rostlook gesehen – näääh!

Nachdem wir eine gute Runde gegangen waren, trafen wir die Katze wieder, die wir bereits in einer anderen Straße gesehen hatten. Unverkennbar, der bauschige Stummelschwanz. Sie saß zuerst starr, wie ein Ausstellungsstück in einem Vorgarten mit lauter Kitsch-Dekoration. Der typische Trick (Hinhocken) hat aber auch bei ihr funktioniert, so kam sie leise mauzend auf uns zu.

Stummelkatze

Immer wieder strich sie um Martins Beine, ohne Rücksicht auf Verluste.

Auf dem Rückweg stand die Sonne so tief, dass man kaum mehr etwas anderes als blendendes Licht erkennen konnte. Alles um uns herum sah aus wie zwei extrem hochgeschraubte Regler in Photoshop: Sättigung und Kontrast.

Beeren

Obacht, dies sind keine Johannisbeeren!

Sonnenfeld

Fast wieder zu Hause. Die letzten Sonnenstrahlen tanken.

Samstag, 28. September

Nachdem wir auf dem Kartoffelfest von laut dröhnender Schlagermusik (live!) beschallt wurden und selbst das Anbrüllen kein Gespräch zustande bringen konnte, nahmen wir Reißaus. Mit Martins Eltern und einem befreundeten Ehepaar erkundeten wir (bzw. ich) weitere neue Ecken in Bad Frankenhausen.

HerbstPark

An dieser Stelle wusste ich nicht, wo wir waren. Zwanzig Meter weiter dann aber doch. Man sollte alles mal aus anderer Perspektive betrachten.

Balkondeko

Balkon-Deko, die man vor dem blauen Himmel nicht übersehen konnte. Das sieht doch wieder aus wie … Sättigung und Kontrast.

BirnenSchmetterling

Ein großer Birnenbaum hatte jede Menge überreifer Birnen abgeworfen (so roch es wohl auch), und die Schmetterlinge tummelten sich um das süße Obst.

Am Abend luden uns Martins Eltern zu einem Sinfonie-Konzert nach Sondershausen ein. Gespielt wurde (ich muss das mal kopieren, weil ich’s mir natürlich nicht merken konnte) Eugen d’Albert, Aschenputtel-Suite für Orchester op. 33; Franz Liszt, Franz Schubert, Wandererfantasie, sinfonisch bearbeitet für Klavier und Orchester; Anton Bruckner, 6. Sinfonie A-Dur. Der Pianist Lev Vinocour im Liszt-Teil verstand es, mit seinen Mimiken und Gestiken das Publikum zu unterhalten. Am besten gefiel mir die 6. Sinfonie von Bruckner. Sie klang nach einem großartigen Soundtrack. Man hatte das Gefühl, selbst ein Darsteller in der Geschichte zu sein.

Sonntag, 29. September

Kurz bevor wir uns auf den Heimweg machten, musste noch ein Foto von den typischen Sehenswürdigkeiten Bad Frankenhausens geschossen werden.

Kloturm

Das Panoramamuseum – oder unter Anwohnern besser bekannt als Elefantenklo – und darunter der schiefe Turm, der sogar schiefer, als der schiefe Turm von Pisa ist.

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