Tag 1 – Montag, 26. August

Es war mal wieder höchste Zeit für: Dresden! Wie letztes Jahr Anfang August besuchten Martin und ich dieses Jahr meine Großeltern Ende August.

Wie immer wartete schon ein gedeckter Tisch mit einem zweiten Frühstück auf uns. Gleich im Anschluss brachte uns Opi Manfred mit dem Auto zum Hygiene-Museum. Als wir gerade den ersten Schritt auf den Gehweg gesetzt hatten, rief uns eine Frau „Heute geschlossen!“ zu – „Was?“ – „Montags ist immer geschlossen!“, doch da war Opi Manfred auch schon wieder weg. Da wir uns dank letztem Jahr schon ein bisschen auskannten, liefen wir stattdessen einfach in Richtung Prager Straße und Altmarkt für einen kleinen (oder großen) Einkaufsbummel.

Tag 2 – Dienstag, 27. August

Bevor Omi Anne von der Arbeit kam, hatten wir noch ein wenig Zeit, sodass uns Opi Manfred wieder mit in die Stadt nahm bzw. extra für mich hinein fuhr und in der Burgerstraße wartete. Ganz in der Nähe hatte ich nämlich einen Stoffladen ausfindig gemacht.

Emily

Ausbeute aus dem Nähstübchen Emily.

Wieder zu Hause, gab es zur Stärkung Knoblauch-Chili-Nudeln mit grünem Gemüse und Tomatensalat als Nachtisch. Omnomnom!

Knoblauchnudeln

Für heute stand Schloss Pillnitz auf dem Ausflugsplan. Zu viert machten wir uns auf den Weg, auf eine längere gemütliche Autofahrt.

Als wir zum Heckenlabyrinth kamen, erinnerte ich mich wieder, hier schon einmal gewesen zu sein. Vor vielen Jahren beim Besuch mit Jessi.

Unser Highlight fanden wir gleich zu Anfang – einen kleinen veralgten Teich mit noch kleineren Entchen, die mich ganz nah an sich heranließen.

TeichPillnitz

Minienten

So kuschelig!

Unser Weg führte uns weiter zur über 200 Jahre alten Kamelie, dessen Durchmesser mittlerweile etwa 11 Meter beträgt. In der Blütezeit trägt sie zehntausende glockenförmige, karminrote Blüten; im Winter wird das riesige Gewächshaus auf Schienen zum Schutz vor Witterung über den Baum geschoben.

Gewachshaus

Vorbei an der Orangerie gelangten wir zum Palmenhaus.

OmiundMartin

Die Orangerie. Martin sieht neben meiner Omi beinahe schon wie ein Riese aus. :)

Im Palmenhaus konnten wir Pflanzen aus Südafrika, Australien und Neuseeland bestaunen. Im hinteren Teil wurde eine Sonderausstellung mit Fotografien von Franz Zadniček gezeigt, der in den 1980er Jahren den Verfall des Palmenhauses festhielt. Zerschlagene Fenster, eingefallene Dachgiebel, wildrankende Pflanzen – die Bilder hätten beinahe einem Horrorfilm entspringen können. Ich fand sie einfach großartig!

greifplfanzen

Eine exotische Pflanze mit tausenden gruseligen Greifhänden.

Tag 3 – Mittwoch, 28. August

Am Mittwoch konnten wir dann doch noch das Hygiene-Museum besichtigen. Ich wusste gar nicht, dass es so toll ist! Bisher dachte ich immer, es ginge in erster Linie eben um Hygiene mit interaktiven Beispielen. Aber es gab ganz andere Dinge zu bestaunen – Abteilungen zu den Themen: Der gläserne Mensch, Leben und Sterben, Essen und Trinken, Sexualität, Erinnern – Denken – Lernen, Bewegung, Schönheit, Haut und Haar. Abschließend kann ich sagen, war es tatsächlich die interessanteste Ausstellung, die ich je gesehen habe.

Kaum zu Hause, sprangen wir auch schon wieder ins Auto. Unser letzter Ausflug lag etwas außerhalb. Wir fuhren zur Bastei ins Elbsandsteingbirge. Auch hier bin ich schon öfter gewesen, bestimmt schon viermal, aber meine Erinnerungen sind wohl mit der Zeit verblasst. Ist ja auch schon lange her.

Raupe

Nach der Bus-Shuttle-Tour nach oben entdeckte ich eine Raupe eines Kiefernschwärmers, die ich mir unbedingt näher ansehen musste, da ich als Kind einen Buchen-Streckfuß „großgezogen“ hatte, der sich schließlich als Nachtfalter entpuppte.

Schmollen

Etwas Kamera-scheuer dagegen dieses Exemplar.

kleine_Menschen

Der Blick von der Bastei-Brücke, die man hier am häufigsten auf Postkarten findet. Oben rechts auf dem Fels – so scheint es – entdeckt man kleine Spielzeugfiguren.

Felsenbuehne

Tief unter den Bäumen versteckt liegt die Felsenbühne Rathen. Hier haben meine Eltern vor 26 Jahren geheiratet.

ElbeBastei

Bei glitzernder Abendsonne treten wir den Rückweg nach Dresden und anschließend wieder nach Kolkwitz an.

Dresden goodbye und bis zum nächsten August!

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