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Tag 1

Sonnenschein!

Leider nur draußen. Im Haus ist es so kalt, dass ich zwei Pullover über einem T-Shirt trage. Schal nicht zu vergessen und später ziehe ich noch meinen Herbstmantel drüber. Man darf sich auch in den nächsten Tagen wirklich nicht vom guten Wetter beeinflussen lassen. Wir sind sicher die einzigen am Gleis, die so dick eingepackt aussehen.

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Man hört es auch von hier unten hämmern und pochen.

Bevor sich jeder eine Wand oder einen Raum reserviert, sollen wir erst einmal die Objekte und Strukturen im Haus zeichnerisch untersuchen. Faszinierend, wie viele Tapetenschichten hier übereinander hängen. Automatisch spinnt man sich eine Geschichte zusammen, wer hier alles gelebt haben könnte und wie die Räume eingerichtet waren.

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Zwischenbesprechung im „Wohnzimmer“. Hier gibt’s nicht nur Staub, sondern auch Blümchen. (… nein, das ist keine Zigarette, sondern eine Plaste-Gabel.)

Tag 2

Aufgabe für heute: nebenbei ein zeichnerisches Tages-Tagebuch führen.

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Seite 1/5. Im Hintergrund eine Bahnschranke.
Nach 9 Minuten ist vom Apfel nur noch der Stängel übrig.

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Schimmelfleckenpunkteverbinden!

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Überall winzige Blümchen auf der Tapete und trotzdem wirkt der Raum nicht blumig. Das muss geändert werden!

Tag 3

Frisch und fröhlich geht’s auch am dritten Tag weiter.

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Schlüppi aus – es ist Sommer! :D

Heute gucken wir uns von jedem den Stand der Dinge an. Erst nach zweieinhalb Stunden sind wir damit fertig. Und danach noch mal 4 Stunden im Stehen zeichnen. Auaaaa! Meine Beine! Und ich habe noch nie freiwillig 20 Minuten auf den Bus gewartet, wenn ich nur 8 Minuten zu Fuß gebraucht hätte.

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Julia zeigt ihre Blätter, die sie ausgelegt hatte, um Fußabdrücke zu sammeln, aber es läuft einfach niemand darüber. Alle sind automatisch vorsichtig drumherumgegangen.

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Fische haben sich in der Tapete versteckt. So weit ist es nun schon mit dem Hochwasser.

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Dieser Raum ist eine einzige große Camera Obscura. Nur ein winziges Löchlein am Fenster lässt noch Licht herein und das Abbild des Geschehens auf der Straße wird erstaunlich scharf an die Zimmerwand projeziert. Die neue Art des Stalking!

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