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Ja, ich geb’s zu: wir sind nicht normal. Wir mieten den Partykeller des Studentenwerks nicht, um ordentlich laute Musik abspielen zu dürfen, sondern um ein Wochenende lang von früh bis spät rattattatta – zu nähen. 5 Personen plus Nähmaschinen plus Stoffvorräte brauchen nämlich extrem viel Platz.

Zunächst wird aber erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Wir müssen gut gestärkt sein, denn, wie wir des Öfteren festgestellt haben, stellt man beim Nähen sämtliche Grundbedürfnisse ein.

fruehstueck

Ich habe 2 O-Säfte, wie schön. :)

Das größte geplante Projekt ist wohl die Patchwork-Decke für Anika. Maria legt gleich los. Ratsch, ratsch, der Rollschneider zerfährt einen Stoff nach dem anderen. Anika bügelt und ordnet die Quadrate an. Sie ist nämlich die einzige unter uns, die noch keine Nähmaschine besitzt. Aber bald ist ja Ostern.

Dass beim Zusammennähen auch alle Ecken aufeinanderpassen, ist für Maria kein Problem. Sie ist Profi. In ihrer Familie gibt es viele Handmade-Verrückte. Und ihre Oma besitzt eine Stickmaschine! Den Preis für so ein Wunderwerk kann ja jeder selbst googlen.

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Die Qual der Wahl. Das erinnert mich gleich an Farblehre bei Frau Geißler. Nicht nur Helligkeiten sondern auch Sättigungen müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, um eine ausgewogene Komposition zu erreichen.

Olesia will ihre kleine Nichte mit einer großen Kuschelkatze überraschen. Ein logistisches Wunderwerk mit etlichen Kurven und Konturen aus blauem Paspelband. Eine unglaubliche Fitzelarbeit also. Aber mit einem kleinen Päuschen und selbstgebackenem Kuchen von ihrem lieben Oli für uns alle geht es mit aufgeladener Motivation wieder weiter.

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Streberrunde im Partykeller. :D Die Oberstreberin fotografiert gerade.

Ich habe mir ein paar Anleitungen rausgesucht, die sehr einfach aussehen, um ganz ganz viel zu schaffen und zu produzieren. Doch leider ist das Gegenteil der Fall oder ich stelle mich einfach zu blöd an. :) Der Nahtauftrenner ist mein bester Freund.

Zuerst entsteht ein Nadelkissen für meine Mutti, danach ein kleiner Rasselwichtel für die jetzt schon 1 Jahr große Lily. Einfach Stoffe rechts auf rechts legen und glatt zusammennähen. Falsch gedacht. Die Wichtelsegmente müssen in einer dreidimensionalen Kurve gesteckt werden. Falten dabei nicht einzunähen ist praktisch unmöglich … aber am Ende des Tages kann ich es doch. Tschakka!

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Hier entsteht das prall gefüllte Nadelkissen.

Peggy traut sich an einen nicht weniger komplizierten Schnitt heran. Im vergangenen Semester hat sie bereits eine 5-teilige Mode-Strecke im Stil der 50er Jahre mit dem Namen „The Tailor’s dresses“ entworfen und fotografisch in Szene gesetzt. Die Kleider sind auf die Gegenwart adaptiert, also auch heutzutage tragbar. Zu sehen gibt es diese vielleicht zur Summaery. Seid gespannt.

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Sitzt wie angegossen. Nur die Uhr zeigt ein Störbild. :D

Zum Abendessen müssen wir uns zwingen, da keiner so richtig aufhören will. Die Sache mit den Grundbedürfnissen. Ani macht dann aber doch den ersten Schritt. Sie knetet den Pizzateig, der sich anfangs als etwas störrisch erweist, dann aber umso besser schmeckt. Auf unseren Stühlen rutschen wir mit jedem Pizza-Stück ein wenig tiefer und würden uns anschließend am liebsten einfach ins Bett legen und einschlafen. Aber es geht noch ein paar Stündchen weiter.

ergebnisse

Einige Resultate. Ani hat einen – ich zitiere: „Spongebobkopf-Kuschelwal“ per Hand genäht. Im Rasselwichtel sind 3 kleine Glöckchen eingenäht. Mal sehen, ob ihn Lilys Eltern genauso toll finden. ;)

Als ich meine geringe Ausbeute im Vergleich zur Planung sehe, muss ich unbedingt noch ein typisch-Claudie-Täschchen nähen.

bayerisch

Starbucks-in-Bayern-Täschchen.

Ein schönes und unterhaltsames Wochenende neigt sich dem Ende. Aber nachdem Peggy alle Strapazen der Master-Arbeit gemeistert hat, möchten wir so ein Nähwochenende unbedingt noch einmal wiederholen.

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