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Genau in meine Reisezeit fällt das beliebteste Volksfest der Chinesen – das Frühlingsfest. Oder international besser bekannt als das Chinesische Neujahr. Je nach Neumond pendelt das Datum jedes Jahr zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar. Und es ist laut! Sehr laut!

nj_feuerwerk

Der Blick vom Dach unseres Hauses.

Mit Lärm und Feuer soll das menschenfressende Monster vertrieben werden, das jährlich aus den Bergen kommt, um seinen Tiefschlaf zu stillen.

nj_ichdach

Mal etwas anderes, das Feuerwerk von oben, anstatt wie sonst, von unten zu betrachten. Vor allem ist es auf dem Dach aber auch am sichersten.

nj_rot

Zu Neujahr wird alles rot gefärbt – nicht nur, weil Rot in China die Farbe des Glücks ist, sondern damit angeblich auch das Neujahrsmonster besonders gut zu vertreiben ist, da es sensibel auf die Farbe Rot reagiert.

An Straßenständen werden rot-goldene Umschläge verkauft, in denen die Familien sich gegenseitig Geldgeschenke überreichen.

nj_schlangenjahr

2013 steht jetzt im Zeichen der Schlange. (Und auf dem Dach wird Bambus angebaut.)

Das Neujahrsfest ist am nächsten Morgen jedoch noch nicht beendet. Es dauert ganze 5 Tage, an denen bestimmte kleine Rituale durchgeführt werden. Auch der Besuch der Familie gehört zur Tradition. Wikipedia hat hierzu eine besonders entzückende Textstelle: „Dieser Tag wird auch „Chìkǒu“ (chinesisch ‚freier Mund = Streit‘) genannt, da man sich leichter bei Familienfesten mit Mitgliedern der Großfamilie streitet.“

Am fünften und letzten Tag werden die Feierlichkeiten genauso verabschiedet, wie man sie begrüßt hatte: mit einem stundenlangen, ohrenbetäubenden Feuerwerk. Optisch war dieses sogar noch hübscher anzusehen. Ein sehr blumiges pyrotechnisches Meisterwerk.

nj_knaller

Ein China-China-Böller kommt selten allein.

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