Schlagwörter

, , , , , , , , ,

Kaum war die Englisch-Prüfung abgehakt, und seit langer Zeit mal wieder ein freier Abend in Sicht, setzte ich mich an das schöne Maschinchen. Zum ersten mal in Weimar auf meinem kleinen Schreibtisch. Eine Tischverlängerung könnte nicht schaden, aber dazu ist auf 12 m² leider gar kein Platz mehr. Deshalb wäre ein horizontaler Raumteiler praktischer. Hoch genug ist das Zimmer ja. Nur die Leiter zum Hinaufsteigen müsste dann sicher senkrecht stehen – so etwas wie eine Strickleiter also. Ich sehe mich schon hinaufklettern, mit einer Hand festhaltend, in der anderen die schwere Nähmaschine. Die Leiter passt sich physikalischen Gesetzen an und schwingt etwa im 45 Grad Winkel unter die obere Etage. Toll.

Also: ich nehme mit meinem kleinen Schreibtisch Vorlieb und warte bis August. Bis Martin das zweite Zimmer gehört. Vielleicht können wir dieses als Arbeitszimmer einrichten. :)

Aber zurück zum Nähabend. In Vorbereitung auf den Fachkurs, in dem ich mit Omas Reststoffen nähen werde, habe ich das in Mengen vorhandene, dicke Polyester ausprobiert. Denn man kann ja nicht alles mit jedem Stoff umsetzen. Zum ersten mal habe ich mit der Nähmaschine keine geraden Bahnen genäht. Musste also immer wieder das Nähfüßchen nach oben stellen und drehen. Kurven nähen ist da per Hand eindeutig einfacher. Dauert aber 10 mal so lang. Da der Stoff anschließend aber sowieso gewendet wurde, war das nicht so tragisch und ich nähte mit dem Reißverschlussfuß einfach noch eine zweite, an die vorgezeichnete Linie angepasstere Bahn. Das sah im ersten Moment schlimm aus, gab dem ganzen aber sogar noch mehr Festigkeit.

stoffhund1

Abgeschnittene Ecken und Hund beim Wenden – ein trauriger Anblick.

Da ich zum Ausformen noch keine spezielle Nadel besitze, kamen nun endlich meine Chopstick-Drumsticks zum Einsatz. Sie haben also sogar eine dreifache Verwendungsmöglichkeit – genial!

stoffhund2

Hund beim Stopfen mit Füllwatte. Das sah so makaber aus – ich musste es fotografieren. :)

Nachdem ich gefühlte 10 Hände voll Watte verbraucht hatte, nähte ich das letzte Stück per Hand zu und schon war der kleine Racker lebendig:

stoffhund3

Wuff!

Advertisements