Schlagwörter

, , , , , ,

Kurz vor Weihnachten war der Nähkurs schon wieder vorüber. In 3 Monaten setzte jeder Teilnehmer ein selbstgewähltes Projekt um. Die meisten nähten einen Rock oder eine Bluse. Ich suchte mir ein Schnittmuster für eine Tasche aus, um gleich auch das Nähen mit Futterstoff zu lernen, weil ich am Anfang des Kurses fasziniert nach der Naht bei den Beispieltäschchen unserer Kursleiterin gesucht hatte. In meinem Modell verarbeitet sind Lederimitat, dünner dehnbarer Baumwollstoff auf dicke Vlieseline gebügelt, ein Stück dicker Filz aus einem Platzdeckchen, der Reißverschluss und jede Menge Garn. Ich weiß noch, wie ich im Laden stand und dachte: „Nimm nicht das Kunstleder. Denk an das Schweinchen, da hast du dir auch schon nicht gerade einfach verarbeitbaren Stoff ausgesucht und dann die große Fummelei gehabt.“ Meine andere Stimme: „Aber er ist so schön!“ Die Probleme kamen dann, als die Maschine nicht richtig transportieren wollte. Mit mehreren Anläufen und einem Trick hat am Ende aber doch alles geklappt.

lila1

Von innen ist die Tasche aus grünem Vorhangstoff aus Martins ehemaligem WG-Zimmer gefüttert.

lila2

Heute, 3 Tage nach Weihnachten, hielt ich es nicht mehr aus und schnappte mir Stoffreste und trennte einen kleinen Reißverschluss aus einer alten Hose, um nach Tutorial wieder eine Tasche – diesmal einfacher und schneller – zu nähen. Nicht mal ein Schnittmuster war nötig. Ich benutzte als Schablone einfach eine CD-Hülle. Als der Stoff durch Bügeln „gefaltet“ werden sollte, passierte das Malheur: Er wurde von der Hitze geschmolzen und zerfressen, weil anscheinend Plastikanteile darin enthalten waren. Es sah gruselig aus und ich musste diese Teile noch mal neu zuschneiden und vernähen. Gelernt habe ich dadurch aber, immer vorher mal ein Stück Reststoff probezubügeln.

grau1

Zufällig passt meine Laptop-Maus super dort hinein.

grau2

Schwarzer Futterstoff und ein Möchte-Gern-Overlock-Stich, obwohl der Stoff gar nicht ausfranst.

Advertisements