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Das neue Semester hat begonnen. Und es geht gleich richtig los. Hausaufgaben gibt’s diesmal schon vor der Projektwahl. Das kann nur ein Foto-Projekt bei Herrn Prof. Stamm und Steffen Groß sein. Martin geht’s nicht anders. Er ist in ein 5-Tage-Fulltime-Projekt eingespannt. Ein Animations-Werbespot für Haribo soll auf die Beine gestellt werden. Mit Drehbuch, Dreh und Schnitt. Im Vergleich dazu sind meine Hausaufgaben lausig. An seinem 3. Tag hat er jeweils 3 Stunden in 2 Nächten geschlafen, ist aber immer noch top fit. Das muss gut werden! Wir machen uns also gemeinsam auf den Weg in unseren geliebten Ilm-Park und suchen nach einem hübschen Drehort … den wir genau dort finden, wo ich im letzten Sommer die brennend heiße Sonne genossen und gefaulenzt hatte. (siehe Sorglosigkeit hoch 10)

Was Martin wenig später auf seinem Monitor betrachtet, sieht wie ein kleines Gemälde aus. Ich bewege den Ast ganz sacht, um einen leichten Windhauch zu simulieren. Wie in einem Kaleidoskop wiegen die verschieden unscharfen Äste vor der Linse.

Anschließend fotografieren wir die Gummitierchen, die später freigestellt und mit Puppet-Tool zum Leben erweckt werden sollen. Doch sie wollen schon jetzt leben. Keiner der drei macht Anstalten, geradestehend für die Kamera zu posieren. Gummi ist eben Gummi.

Aber wir sind nicht umsonst zu zweit angerückt. Gemeinsam bringen wir ihnen bei, was es heißt, ein Model in der Werbebranche zu sein. Morgen sollen sie sprechen lernen. Bin schon ganz gespannt, was Martin bis Montag tolles zaubert und wieviele Stunden Schlaf er noch zusammenkriegt. ;) Mein fleißiges Bienchen!

Dank guter Kamera und geübtem Fotografen ist dann auch ganz schnell meine zweite Hausaufgabe abgehakt: 2 Selbstportraits sollen entstehen.

1. Verzauberter Frosch: Eine Sekunde nach Berührung verwandelt sich der Frosch … nicht in einen Prinzen (wahrscheinlich, weil ich meinen Prinzen längst gefunden habe), sondern in meine Schwester. Linda. Geburtstermin Oktober 1984. Niemals Wirklichkeit geworden. Aber was wäre, wenn doch? Gäbe es mich dann überhaupt? Ein zauberhafter Moment hat uns hier die Möglichkeit gegeben, einander kennenzulernen und zu berühren, zumindest für einen Augenblick.

Linda

2. Unbekanntes Flugobjekt: Einige Minuten vor meiner Entdeckung landet ein Ufo unweit des Waldes. Ich ducke mich blitzschnell und beobachte seine Ankunft. In der Nähe des Flusses setzt es etwas ab, das ich von hier nicht auszumachen vermag und verschwindet dann wieder, als hätte diese Begebenheit nie stattgefunden. Als ich mich vorsichtig zum Ufer bewege, entdecke ich einen Frosch …

Ankunft

Glücklich und zufrieden (kein reelles Ufo am Himmel gesehen zu haben) treten wir den Rückweg an. Der Ilm-Park wäre nicht der Ilm-Park ohne seine Enten. Und Martin wäre nicht Martin, ohne Fotos von ihnen zu schießen.

So entstand eine lustige Momentaufnahme. Man könnte denken, dass sich das Weibchen hier vor dem ausholenden Entenfuß des Erpels versteckt. Doch wir wissen, dass er ein ganz lieber Ehemann sein muss. Einige Augenblicke zuvor hatte er für sie Wache gehalten, um ihr beim Fressen Sicherheit vor Feinden zu geben.

Ein Tag voller guter Teamarbeit!

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