Schlagwörter

, , , , , , , ,

Nach unserem Film-Dreh für’s Semesterprojekt habe ich nun endlich wieder ein paar Tage frei, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Und was wäre da schöner, als einen kleinen Spaziergang zu zweit zu unternehmen und unterwegs ein paar Enten mit einer leckeren Mahlzeit zu beglücken. Zugegeben, wir hatten uns das schon vorgenommen, als wir nach Drehschluss ein nicht mehr ganz frisches Brötchen vom Catering entdeckt hatten. Soviel zur „leckeren Mahlzeit“.

Unser Weg führte durch die Bauhaus-Siedlung, vorbei am Haus am Horn, weiter durch den Ilm-Park und schließlich zur Sternbrücke. Trotz des bedeckten Himmels sah man erstaunlich viele Leute, vor allem Familien mit ihren Kindern und Jogger. Ein Golden Retriever war ganz vernarrt in einen Maulwurfshügel in der Nähe des Gartenhauses. Er grub und grub und drehte sich dabei selbst einige Runden um das Erdloch. Als das Rufen seiner Herrchen dann doch die Aufmerksamkeit gewann, rannte er blindlinks los, bis er bemerkte, dass er nicht ganz die richtige Richtung eingeschlagen hatte. Mit einer plötzlichen 90-Grad-Biegung verschwand er hinterm Baum.

Wenn man genau hinsah, konnte man zwischen all den grau-braunen Wiesenflächen auch ein paar leuchtend frische Farben entdecken. Der Frühling pirscht sich heimlich an, um dann ganz plötzlich in seiner vollen Schönheit präsent zu sein. Aber wir haben ihn entlarvt! Ich weiß, dass es bald soweit sein muss, denn darauf warte ich schon gefühlte 9 Monate.

Bekanntlich wechselt aller 9 Monate die Jahreszeit. Aber mittlerweile kann man das nicht mehr mit Sicherheit behaupten. Ginge es nach mir, würde sich bestenfalls der Winter verkürzen, aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Doch auswandern? Ich glaube, ich verlasse mich ab sofort einfach auf mein Schicksal. Das scheint sowieso schon alles durchgeplant zu haben. Kann mich nicht beklagen. Was ich mir aber schon immer gewünscht habe: einmal in die Zukunft schauen! Job, Familie, Kinder, Wohnort? Sicherlich müsste dieses Wissen sofort wieder aus dem Gedächtnis gelöscht werden, damit man immer noch so handelt, wie man ohne Vorwissen gehandelt hätte und das Leben mit seinen Ereignissen so überraschend bleibt, wie es ist.

Ein Martinisches Experiment mit Schärfen und Unschärfen in der Wasserspiegelung. Die Freie Kunst ruft! Oder ist es doch ein raunendes „Carpe … Carpe diem!“?

Die beiden sind echt die besten. Sitzen da und machen ein Schläfchen.

Das wäre cool, wenn das Fressen direkt neben mir landen würde … könnte ich den ganzen Tag nur fressen.

Advertisements