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Manchmal stecken mich Wohnungseinrichtungen anderer Menschen an. Oft. Eigentlich jedes mal. Am Wochenende durfte ich in den Genuss einer bisher noch unbekannten Wohnung kommen. Eine sehr gute Freundin lebt dort. Was ich bis dahin auch nicht wusste: ihr Mitbewohner ist ihr Freund. Sie hatten sich am Anfang des Studiums kennengelernt. Allerdings nicht in Weimar, sondern durch eine gemeinsame Mitfahrgelegenheit. Wenig später zog sie in das Studentenwohnheim um, in dem er nun nur wenige Etagen getrennt von ihr wohnte. Und als dann ihre Mitbewohnerin auszog, packte er seine Sachen, um noch näher bei ihr zu sein. Ist das nicht der Inbegriff von Glück überhaupt?

Mmh, na toll. Das, was ich eigentlich erzählen wollte, ist dagegen ziemlich unspektakulär. Aber der Gegenstand, der mein Interesse so sehr geweckt hat, war sein Weihnachtsgeschenk an sie. Ich entdeckte den kleinen Kalender auf ihrem Fensterbrett. Ein ganz normaler Abreißkalender mit großer Tageszahl, Wochentag und Monatsangabe, jedoch auf jedem Blatt in einer anderen Schriftart gesetzt. Und wer süchtig nach Typografie ist, der braucht nicht unbedingt Bilder. So bin ich also in der folgenden Woche losgegangen und habe die Bücherläden durchstöbert. Ungünstigerweise liegen meist mehrere Kalender beieinander. Am Ende brachte mir die Woche drei neue Kalender ein. Auf meinem Regal stehen also nun – für Designer nicht untypisch – Typografie, Illustration und Fotografie. Bei letzterem handelt es sich um 366 besondere Polaroid-Bilder, bei dem jedes seine ganz eigene Geschichte erzählt.

Friday the 13th

What could possibly go wrong?

Well I don’t know, maybe you should just try to be a little extra careful today.

Josiah Neo, Singapore

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