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Wow, wie lange das schon wieder her ist. Fast einen Monat. Im Moment sind diese freien Augenblicke wirklich höchstes Gut für mich. Vielleicht habe ich mir doch ein wenig zu viel für’s Semester vorgenommen. Unbeschäftigt oder gelangweilt bin ich selten, nur manchmal überschneiden sich fast schon die Arbeiten, so dass es mir gar nicht möglich ist, alles zu erledigen. Da wäre einmal das Video-Projekt und der dazugehörige Fachkurs, das Seminar und Englisch, seit Beginn des Semsters jede Woche Workshops und Einführungskurse, die die letzten freien Stellen in meinem Terminkalender füllen und natürlich mein Job als Layouterin. Jumpstyle nicht zu vergessen und auch ab und zu Treffen mit der veganen Gesellschaft. Mittlerweile bin ich froh, nicht auch noch Standardtanz zu belegen. Aber ich erinnere mich, dass es seit dem letzten Eintrag einen Sonntag gab, an dem ich ein Tief aufgrund von mangelnden sozialen Kontakten hatte, obwohl wir am Abend zuvor erst gemeinsam Filme geschaut und Popcorn genascht hatten (Anna war ganz verrückt danach). Perfekt empfinde ich also möglichst viel Aktivität mit kleinen Nur-für-mich-Momenten, in denen ich Dinge wie das hier gerade tun kann oder einfach mal kreativ ohne konkrete Aufgabenstellung bin.

Was ist also alles passiert in den letzten Tagen? (eine rasante Zusammenfassung, die sicher mehr als die Hälfte der Ereignisse unter den Tisch kehrt)

Ein Arzttermin hat mir jede Menge anderer Termine durcheinander gebracht bzw. verwehrt, da ich dafür extra nach Cottbus fahren musste. Verschieben war allerdings unmöglich, da ich ihn schon Ende Februar bekommen hatte. 7 einhalb Monate warten – ist das nicht eigentlich schon absurd für eine 10-Minuten-Untersuchung? Die Ärztin konnte es zum Glück mit ihrer freundlichen Art wieder gutmachen. Diesmal ging es zwar nicht um meine Nase sondern ums Gehirn, doch als sie danach fragte, ob alle Sinne in Ordnung wären, habe ich den fehlenden Geruchssinn natürlich nicht verschwiegen. Und sie ist schon die dritte Ärztin, die sich darüber wundert, wie man so etwas von Geburt an haben kann. Seis drum, hauptsache, mein Schädel funktioniert weiterhin so gut wie bisher. Bin ganz zufrieden damit. Auf den MRT-Termin warte ich jetzt noch einmal 3 Monate …

An dem Cottbus-Wochenende gratulierten wir Bine mit einem Ständchen übers Telefon. Sie sagte, das sei wohl der kreativste Anruf des Tages gewesen und fragte, ob Tom ihre Nachricht gelesen hatte. Wir waren nach Dresden eingeladen worden. Sehr kurzfristig, aber man kann ja mal spontan sein. Also befanden wir uns eine halbe Stunde später auf dem Weg nach Dresden und noch in der selben Nacht wieder zurück.

Für die 3-tägige Dunkelkammer-Einführung sollten wir einen vollen 36er Schwarz-Weiß-Film mitbringen. Da ich gerade noch einen fast leeren Farbfilm in Vadls Exa 1a stecken hatte, verknipste ich also 2 Filme in einer Woche. Der Farbfilm schlummert immer noch in seiner Dose, weil es bisher keine freie Minute zum Wegschaffen gab. Der andere Film allerdings hat bereits viel viel Chemie zu spüren bekommen. Allein schon das Entwickeln der Negative war Aufregung pur – auch im positiven Sinne. Aufspulen in einem komplett dunklen Raum – Blinde sind hier klar im Vorteil. Entwickler und Fixierer dazugegossen und plötzlich entstehen scheinbar aus dem Nichts Kontraste, die immer stärker werden. In der Dunkelkammer ganz ähnlich. Licht durchs Negativ auf Papier geworfen, in den Entwickler gelegt und wie von Zauberhand erscheinen doch recht schnell unterschiedliche Grautöne. Unsere Kinnladen waren an diesem Tag alle etwas lockerer als sonst. =) Abschließend experimentierten wir mit Yellow- und Magenta-Filtern. Die Praxis macht das alles auf so einfache Weise so schnell verständlich!

Bratäpfel gab es dieses Jahr auch schon. Olesia hat eine ganze Auflaufform gefüllt und uns zum Mädelsabend eingeladen. Maria war leider schon selbst Gastgeberin bei sich zu Hause. Unsere Bratäpfel-mmmmh-Schwärmerei entwickelte sich zu einem sehr intensiven Gespräch. Hat mir, aber auch ihr sehr gut getan und geholfen, die Dinge aus der Sicht eines anderen zu sehen. Aber alles sehr privat, deshalb möchte ich dazu nicht viel mehr ausführen.

Das folgende Wochenende schickte mich wieder auf Reisen. Ich fuhr nach Halle – eine Filmvorführung über Veganismus war angekündigt. Gleich eine gute Gelegenheit, Josie, Stefan und Bauch mal wieder zu sehen. Schon eine richtige Murmel in der 24. Woche. Will mehr mehr mehr davon! Hoffentlich findet sich demnächst wieder ein freies Wochenende. Als wir im Palais ankamen, bereitete Caro gerade das Buffet vor. Sie wusste gar nicht, dass ich kommen würde und freute sich gleich doppelt. Nach dem Film setzten wir uns alle (schätze 20 Mann) zusammen und diskutierten über dies und das im veganen Leben. Ein rundum gelungener Abend. Wieder in der Wohnung, steckte ich Stefan heimlich das Geschenk für Josie zu. Er suchte ein geeignetes Versteck und hoffte, dass er es nicht selbst vergessen würde. Ich sollte ihn lieber am Mittwoch noch einmal dran erinnern. =) Alle, die die Freischaltung zu Josies Blog haben, können jetzt nachlesen, was es war und wie es ankam. http://www.josiegr.wordpress.com

Halloween feierten wir dieses Jahr ganz Halloween-like. Leider im Gegensatz zu der Mehrheit der Weimarer Studenten. Hätte gedacht, dass gerade Designer und Künstler da etwas mutiger wären. Wir hatten trotzdem unseren Spaß.

Am Weltvegantag traf ich mich im Biotop mit den Erfurter Veganern. Mittlerweile kann ich nicht mehr sagen, wie viele Veganer ich kenne. Ein gutes Zeichen! Es geht voran! Habe so viele liebe Leute kennengelernt, die ich auch bald wiedersehen werde. Bin nämlich jetzt im Verteiler der Veganen Gesellschaft Erfurt, werde also immer zu Gruppentreffen und Kundgebungen eingeladen und erfahre von Veranstaltungen, zu denen wir gemeinsam fahren könnten, wie beispielsweise demnächst die VeganFach, eine Messe in Berlin. Noch in dieser Woche habe ich mich komplett mit Artikeln für’s Bad eingedeckt. Von Shampoo bis Zahnpasta alles qualfrei! Und ich kann noch gar nicht glauben, wie gut die Waschlotion meiner Haut tut. Ich freue mich jeden Abend darauf, sie zu benutzen.

Das vergangene Wochenende war ein andauernder Arbeitsprozess an unserem Einminüter. Nachdem wir uns mehrmals bei Danny getroffen hatten, verlagerten wir unsere Schaffensphasen aufgrund der Technik zu mir. Drei Menschen in einem winzigen Raum für sehr lange Zeit. Die letzten zwei Tage sogar ganz ohne Schlaf. Trotzdem blieben wir alle ruhig und freundlich zueinander. Matthias zeichnete unseren Protagonisten in den verschiedensten Positionen. Ich kümmerte mich um reine Kanten bei der Freistellung, digitale Plastizität und die Hintergründe. Danny animierte mit After Effects und fügte den Sound hinzu. Wir arbeiteten länger als bis zur letzten Minute – kamen also zu spät. Über eine Stunde. Hatten aber alles fertig, ohne an irgendeiner Stelle schludrig gearbeitet zu haben. Leider waren wir mit so großem Aufwand allein auf weiter Flur. Schrecklich einfallslose Filme liefen da über den Bildschirm. Mal eben schnell auf Rec gedrückt und das aufgenommen, was sich gerade vor der Linse befand. Doch Interpretation scheint das A und O zu sein. Das war nicht unser Ding. Wir hatten uns eine funktionierende Geschichte mit Wendepunkt und Schreckensende ausgedacht. Ins kleinste Detail geplant. Für uns ging es vor allem darum, dem Zuschauer ohne große Erklärungen eine Botschaft zu vermitteln. Was nützen denn Filme, wenn der Regisseur zu jeder Vorstellung noch ein Schlusswort geben muss, für das er länger als für den gesamten Dreh und Schnitt braucht. Letztendlich waren wir trotz der enttäuschenden Präsentation überaus zufrieden mit unserer Arbeit, denn wir konnten nun Dinge, die wir uns eine Woche zuvor niemals zugetraut hätten. Ich kam auch endlich dazu, mein Grafik-Tablett einzusetzen. Hier ein paar Szenen:

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