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Der Masterplan steht! Morgen geht’s richtig los. Ein Ausgleich von Kreativität, Sportlichkeit und Bildung. Mein drittes Semester steht voll und ganz unter dem Stern des Films. Projekt „Metamorphose“ und Fachkurs „Eine Frage der Einstellung“. Bei den Seminaren muss ich mich noch entscheiden, nach dem ich überall mal reingeschnuppert habe. Aber den Fehler, 2 Seminare zu belegen, also 2 Hausarbeiten schreiben zu müssen, werde ich nicht noch einmal begehen. Es wird aber, egal welche Wahl ich treffe, sehr philosophisch werden. Englisch am Donnerstag. Am Montag Jumpstyle, am Mittwoch Partnertanz, je nachdem, ob in der Schnupperstunde ein netter Kollege dabei ist.

In der vergangenen Woche konnte ich wieder jede Menge Inspirationen sammeln. Zuerst bei der Lesung von Sebastian Fitzek in Erfurt. Wenn man einmal da war, weiß man, dass sich seine Biografie fast besser als seine Psychothriller verkaufen würde. Die Leute hängen an seinen Lippen, wenn er von seiner Familie und seinen rein privaten Erlebnissen erzählt. Das macht ihn unglaublich sympatisch. Nachdem ich mein 3. signiertes Buch in den Händen hielt und noch ein paar Worte zum Thema „verlorene bzw. nie dagewesene Sinne“ mit ihm wechselte, trat ich den Heimweg durch die Nacht an. Auch ein Erfurter Bahnhof kann verlassen wirken.

So stand ich viertel zwölf an den Gleisen und genoss die Stille. Ich wusste, ich hatte in Weimar noch einen vierzigminütigen Marsch vor mir. Wunderbar! In Weimar muss man nachts keinen Gedanken an die Angst verschwenden. Man kann sich einfach treiben lassen und den Tag Revue passieren lassen. Und schon stand ich vor meiner Haustür.

Als ich mal wieder zu viel Zeit hatte, durchstöberte ich erneut die Stadtbibliothek. Ich gab „Wer bin ich und wenn ja wie viele“ in die Computer-Suche ein. Und was gibt sie zurück? „Die Suchbegriffe in einem Feld bestehen NUR aus Stopworten!“ Leider ist das aber nun einmal der Titel des Buches. Ja Herr Precht, auch über die Betitelung eines Buches lohnt es, zu philosophieren. =) Eine Mitarbeiterin könnte mir dann aber doch noch helfen, nachdem auch sie über diese Situation schmunzeln musste. Sie googelte den Autor.

Am gleichen Tag lud ich mich zu zwei Kommilitonen zum DVD-Abend ein. Ben rief einige Stunden vorher an und fragte, ob wir nicht noch zusammen kochen wollten. Ich stotterte ein wenig herum. Vegan und so. Aber das wusste er ja noch. Wir würden einfach gemeinsam einkaufen gehen. Ich sagte zuerst nein, weil ich noch vom Mittag satt und vom Vortag sehr müde war, rief aber keiner 5 Minuten später zurück und gab zu, dass ich ziemlich blöd wäre, würde ich absagen, wenn sich schon mal jemand für mich auf die vegane Küche einlässt. Wir kauften Reis, gebackene Bohnen in Sauce, frische Champignons, Tomaten und Knoblauch. Raphi und ich halfen beim Schnibbeln, Ben stand am Herd. Und es schmeckte sooo gut – das eigentliche Highlight des Tages! Den Film „The Fall“ durchschaute ich nämlich nicht. Das wurde mir zum Glück schon sehr zeitig bewusst, sodass ich mich auf die doch sehr ansprechenden Aufnahmen und Einstellungen konzentierte.

Gestern Abend gab’s gleich den nächsten Film. Diesmal im Kino. Und irgendwie haben wir immer das Glück, am teuersten Tag hinzugehen. Der Trailer zu „Johnny English“ schien sehr vielverprechend. Leider mehr, als der komplette Film. Mir ist schon öfter aufgefallen, dass Trailer sehr von ihrer Musik leben. Sie ist es nämlich, die die Zuschauer motiviert, ins Kino zu gehen. Im Film wird prozentual gesehen lange nicht so viel Stimmungsmusik verwendet. Glücklicherweise hatte ich den Federweißer in den Saal geschmuggelt. Und ehrlich gesagt: ich weiß gar nicht, wie es ausging. =)

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