Aktualität ist doch interessanter als Vergangenes. So geht es mir, wenn ich auf meine zurückliegenden Arbeiten und Projekte blicke. Je öfter ich sie betrachte, je weiter sie von mir wegrücken, desto uninteressanter, gewöhnlicher erscheinen sie mir. Doch der Drang, eine Struktur oder zumindest chronologische Reihenfolge (von Grund auf!) in meine Artikel zu bringen, blockiert mich einfach viel zu sehr. Ich sollte einfach anfangen. Aber vorher noch etwas über Inspirationen:

Schon durch die kleinsten Alltagssituationen drängen sie in mein Gehirn und meine kribbende Hand. Und es sammelt sich immer mehr und mehr an. Und bevor ich mal ein bisschen Kreativität herauslasse, ist schon wieder mehr da, was ich in mir aufsaugen will. Ja, wenn es um Inspirationen geht, nehme ich gern mehr als bloß den kleinen Finger. Darin könnte ich regelrecht baden. (Gibt es da nicht den Sprungturm-Witz? Man landet in dem, was man beim Absprung nennt? „Inspiration!“ rufe ich.) Na ja, aber wie ich das gerade schon versucht habe, mir selbst zu erklären, brauche ich auch ab und zu oder eigentlich auch viel öfter Land unter den Füßen. Nicht immer nur nach anderen gucken – auch mal selbst Hand anlegen! (Die mit dem kleinen Finger)

Ich werde den Beitrag jetzt schon beenden. Ja ich weiß, erst so philosophisch daherreden und dann einfach abhauen. Aber es ist bereits 00:47 und morgen früh geht’s wieder zum Magazin. Doch vorher muss ich noch eine zweite Sache erzählen: Habe mich gerade mit Romy über Blogs unterhalten und durfte ihren eigenen von 2007 lesen. Ich musste an mehreren Stellen schmunzeln. Wirklich richtig niedlich:

nur die enten schappeln mir da zuviel rum aufm beete… dauernd hocken die da und fressen… meine radieschen kommen schon raus, da krieg ich immer angst, dass die irgendwann ma wech sind

Gute Nacht, Weimar!

PS: Darf ich mir etwas wünschen? Wieder einen so gleichmäßigen, beruhigenden Regen wie letzte Nacht? Das wäre toll!

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